Latein

Latein – 2000 Jahre und noch immer aktuell

Mit Geld, Latein und einem guten Gaul kommt man durch ganz Europa! – Dieses alte Sprichwort gilt zwar heute nicht mehr, dennoch lohnt es sich auch heute noch Latein zu lernen.

7 gute Gründe für Latein

1. Latein lebt und macht Spaß!

Latein lebt– in Bildern, Denkmälern, Filmen, Literatur und zahllosen weiteren medialen Spu-ren, durch die uns noch heute die Kultur der Römer und Griechen allgegenwärtig ist. So findet der Mythos von Europa seinen Platz auf der 1-Euro-Münze, Hollywood inszeniert einen erfolgreichen Film über die Antike nach dem anderen. Auch in der täglich auf uns wirkenden Werbung begegnet uns Latein: Nehmen wir die Hautcreme unseres Vertrauens – eine schneeweiße Creme (niveus) für eine makellose Haut. Oder das Eis, das Ihre Kinder gerne essen. Ein wahrhaft großes Eis (magnus)- sagt der Hersteller.
Der Lateinunterricht an der HABU nutzt bereits im ersten Lernjahr die Faszinationskraft der lateinischen Rezeptionsgeschichte und ist dabei lebendig und abwechslungsreich.

2. Latein ist nicht schwerer als andere Fächer des Gymnasiums!

Ein verbreitetes Vorurteil besagt, Latein sei schwerer als andere Fächer. Das stimmt nicht. Latein ist nicht schwerer als etwa Französisch oder Englisch. Im Gegenteil: Rechtschreibung und Aussprache sind fast wie im Deutschen, sodass diese keine Schwierigkeiten bereiten. Im Unterschied zu modernen Fremdsprachen ist die Unterrichtssprache Deutsch, da wir Latein kaum noch sprechen: hauptsächlich lesen und übersetzen wir die Texte. Für manche Schüler ist dies leichter als sich in der fremden Sprache auszudrücken. Grundsätzlich gilt: wer den übri-gen Fächern des Gymnasiums gewachsen ist, schafft auch Latein!

3. Latein lohnt sich!

Das Latinum ist Zugangsvoraussetzung für eine Vielzahl von Studiengängen vor allem in den Sprach- und Gesellschaftswissenschaften.
Blickt man auf das, was der Lateinunterricht in der Schule leistet, so kann man feststellen: Zwar vermittelt manches davon zum Teil auch anderer Unterricht, aber kaum in dieser Fülle und in dieser Dichte. Da das Gymnasium keine Fachschule ist, sondern für alle Berufe mit hochschulbestimmten Zielen ausbildet, ist Latein eine sinnvolle Investition in die Bildung.

4. Latein hilft, Fremdwörter besser zu verstehen!

Sie erleben es jeden Tag: Fremdwörter, über die Medien transportiert, bestimmen zunehmend unsere mündliche und schriftliche Kommunikation. Überwiegend stammen diese Fremdwörter aus dem Lateinischen oder Griechischen: Integration, bilateral, addieren, Dilettant, Egoismus, Invasion usw. Daher: Wer mit dem lateinischen Wortschatz vertraut ist, begreift und be-herrscht leichter Fremdwörter und die Terminologie der Fachsprachen.

5. Latein ist die Muttersprache und das geistige Band Europas!

Viele europäische Sprachen haben sich aus dem Lateinischen entwickelt. Wer Latein beherrscht, ist in der Lage zugleich eine große Zahl europäischer Sprachen, wie Französisch, Spanisch, Portugiesisch oder Italienisch, wesentlich leichter zu lernen, zum Teil sogar in ihrem Wortschatz unmittelbar zu verstehen. Selbst der Wortschatz der englischen Sprache ist zu ca. 53% lateinischen Ursprungs. Für das spätere Erlernen weiterer Sprachen kann man daher wie selbstverständlich auf das Wissensfundament des Lateinunterrichts aufbauen. Durch die Beschäftigung mit Latein gelangen wir an die geistigen Grundlagen Europas. Wer Französisch oder Englisch lernt, sieht die Welt von heute. Das ist wichtig und gut – aber nicht genug. Der Lateinunterricht erweitert das Blickfeld über die Gegenwart hinaus, richtet den Blick zurück in die Antike, in eine Zeit also, die alle europäischen Staaten bis heute maßgeblich prägt. Der Lateinunterricht leistet daher auf kultureller und sprachlicher Ebene einen wichtigen Beitrag zur europäischen Integration.

6. Latein liefert Antworten auf die zentralen Fragen des Lebens!

Der inhaltliche Schwerpunkt des ersten Jahres im Lateinunterricht ist die Vermittlung der römischen Alltagswelt. Wir wandern in den ersten Lektion mit Quintus und Valeria durch Rom: Der Alltag dieser beiden Kinder ist im Vergleich zu dem heutigen Alltag der Schüler viel fremder, als z.B. die zeitgenössischen Lebensumstände eines Kindes in London oder Paris. Die Helden unseres Lehrbuches leben in einer Welt ohne (moderne) Technik, aber mit Sklaven; sie sehen tödliche Gladiatorenspiele im Kolosseum. Außerdem lernen sie eine Religion kennen, in der man glaubte, mit den Götter verhandeln zu können (do, ut des), während sie selbst in einer zunehmend säkularen Gesellschaft groß werden, in der gelebte Religiosität ein Randphänomen wird. Der Vergleich mit dem Fremden (und eben doch nicht ganz Fremden) reizt zum Widerspruch und hilft dabei, sich die eigene Gegenwart kritisch zu erobern.

7. Latein verbessert das sprachliche Ausdrucksvermögen!

Im Unterschied zu den modernen Fremdsprachen, die überwiegend auf die Kommunikationsfähigkeit hin unterrichtet werden, stellt der Lateinunterricht das Übersetzen aus dem Lateinischen ins Deutsche in den Mittelpunkt. Gerade dadurch werden Kinder in wichtigen Aspekten ihrer Entwicklung gefördert. Übersetzen verlangt neben der genauen Analyse des lateinischen Satzes das Bemühen um die richtige, d.h. den Inhalt exakt wiedergebende Wortwahl im Deutschen sowie die Fähigkeit, Gedankengänge zu erfassen und treffend zu formulieren. Dieses ständige Training erweitert die sprachlichen Fertigkeiten im Deutschen.


Latein an der HABU
Das Fach Latein wird am Gymnasium an der Hamburger Straße als zweite Fremdsprache ab der 6. Jahrgangsstufe mit vier Wochenstunden unterrichtet.
Lehrbuchphase (Klasse 6-8)
Das Lehrbuch „Cursus A – neu“ begleitet die Schüler drei Schuljahre, bis der Übergang zur lateinischen Literatur erfolgt. Cursus vermittelt in den einzelnen Lektionen nach und nach die sprachlichen sowie grammatischen Inhalte des Faches Latein. Aber im Lateinunterricht geht es nicht nur um Grammatik und Vokabeln. Das Lehrbuch bietet eine breite Themenvielfalt, die die Kultur der römischen bzw. lateinischen Welt vermittelt. Dabei orientiert sich das Lehrbuch thematisch besonders an den Interessen junger Schüler.
Behandelt werden z.B. Themen wie
– römisches Alltagsleben (Wohnen, die römische Familie, Schule, Wagenrennen, das Forum, Thermen, Sklaven, Gladiatoren, Religion, die römische Esskultur)
– antike Mythologie (Trojanischer Krieg, Irrfahrten des Odysseus, sagenhafte Gründung Roms)
– Die Römer in Gallien, Britannien und Germanien; Varusschlacht
– Herrscher und Eroberer (Caesar und Kleopatra, Augustus, Nero)
– Rom in Gefahr (Cicero gegen Catilina, Hannibal)


Anfangslektüre (Klasse 9)
Im Laufe der 9. Klasse erfolgt der Übergang vom Lehrbuch zur originalen lateinischen Literatur. Das Thema bzw. der Autor ist mehr oder weniger frei wählbar, sodass hier aus dem großen Fundus der antiken, aber auch neuzeitlichen lateinischen Literatur – auch je nach Schüler-interesse – geschöpft werden kann. Dabei wird besonderer Wert auf interessante Themen sowie einfache Sprache gelegt.
Wie die folgende kleine Übersicht zeigt, bietet die lateinische Literatur hierbei ein riesiges Themenspektrum:
 

Autor Werk/Inhalt
Phaedrus Fabeln
Die drei ??? De Tribus Investigatoribus et Fato Draconis
Historia Appolonii Tyri die antike „Daily Soap“ schlechthin: Irrfahrten, Liebe, Treue, Eifersucht, Heldentum, Bosheit, Gewinnsucht und Egoismus
Curtius Rufus Die Abenteuer Alexander des Großen
Caesar Feldzüge in Gallien

Abschlüsse im Fach Latein

Mindestvoraussetzungen zum Erwerb eines Latinums:

Kleines Latinum bei Versetzung in die E-Phase mit der Note „ausreichend“
KMK-Latinum am Ende der E-Phase mit mindestens 05 Punkten
Großes Latinum in vier Halbjahren der gymnasialen Oberstufe (Q1/Q2.) dabei in den beiden letzten Halbjahren zusammen 10 Punkte, im letzten Halbjahr mindestens 05 Punkte

 


Exkursionen
Jahrgang 6-8: Latein zum Anfassen – das können die Schüler erleben, wenn sie gemeinsam mit allen Lateinkursen nach Kalkriese fahren. Dort erwarten sie neben verschiedenen Führungen auch die Möglichkeit, einen Tag als römischer Legionär zu erleben.
Jahrgang 9: Am Ende der 9. Klasse findet eine Studienfahrt nach Rom statt. Es werden vor Ort verschiedene antike Stätten (z. B. das Forum Romanum, das Kolosseum, das Pantheon sowie der Circus Maximus), aber auch spätantike christliche Bauwerke bis hin zum Vatikan mit Petersplatz und Petersdom besichtigt. Diese sind den Schülern bereits aus dem Lehrbuch vertraut und vermitteln ihnen in hohem Maße, dass sich das Erbe der Römer und der darauf beruhende europäische Gedanke bis in die heutige Zeit erhalten hat.


Links

http://www.radiobremen.de/nachrichten/latein/latein-startseite100.html

https://www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/

Gymnasium

Service

Schulleben

Specials

Ausgezeichnet

Partner


Logo Schule ohne Rassismus






Unterstützer




Copyright © 2018 Gymnasium an der Hamburger Straße - Bremen